Dmitrow (Russland)

Seit 1991 gibt es am Burggymnasium ein Austauschprogramm mit dem Partner-Rajon (russ. für Landkreis) des Rems-Murr-Kreises, Dmitrov, für die Schüler, die Russisch lernen.

Das Rajon besteht aus den zwei Städten Dmitrov und Jachroma. Da der Austausch mit der Stadt Dmitrov stattfindet, beschränkt sich die Beschreibung auf sie.

Dmitrov liegt rund 64 Kilometer von Moskau entfernt und gehört damit noch zum moskauer Oblast (Verwaltungsbezirk). Die Stadt wurde 1154 von Jurij Dolgorukij gegründet, der unter Anderem auch die Stadt Moskau gegründet hat. Dort leben 65 000 Menschen. Es ist einer der besten Rajone Russlands und hat einen für Russland hohen Lebensstandart und eine niedrige Kriminalitätsrate, obwohl es eine Provinzstadt ist. Die wirtschaftliche Lage der Stadt ist gut, es gibt vor allem Wachstum bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, in der Tourismusindustrie (der Rajon hat ein bekannes Skigebiet) und in der Agrarwirtschaft (Dmitrov produziert ungefähr die Hälfte alles im moskauer Oblast produzierten Gemüses).

An den Schulen, mit denen wir den Austausch haben, wird Deutsch unterrichtet. Die meisten Schüler, die an dem Austauschprogramm teilnehmen, können also zumindest ein paar Worte Deutsch. In Dmitrov gibt es 13 von nationalen Bildungsprogrammen ausgezeichnete Schulen, die dank des Geldes dieser Preise auch besser als normale russische Schulen ausgestattet sind. Trotzdem sind sie materiell schlechter ausgestattet als deutsche Schulen, was durch viel Herz weggemacht wird.

Russen sind im allgemeinen recht gastfreundlich. Man wird hier meistens mit offenen Armen empfangen und es wird sich gut um die Gäste gekümmert.

Wenn man in Russland ist, muss man sich unbedingt die prächtigen Kirchen anschauen. Nur müssen Mädchen daran denken, dass es in der russisch-orthodoxen Kirche üblich ist, dass Frauen in der Kirche ein Kopftuch tragen. Was auch immer stattfindet, sind Ausflüge nach Moskau (Roter Platz).

Russland ist sehr interessant, weil man hier eine ganz andere Kultur kennen lernt, die dann doch nicht ganz so anders ist, wie man vorher gedacht hat. Auch kann man durch die Nähe zu Moskau viele bekannte Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die Fahrt lohnt sich wirklich. Und am Ende kann man auch noch besser Russisch als vorher und versteht Russland besser.