Wettbewerbssieger vom BG

Trocken durch den Winter ? Glasklare Sache !

„Ach Mist!“, schimpft Chemalex. „Meine schönen neuen Turnschuhe ! Bei dem Matsch und Regen da draußen hab ich nasse Füße bekommen.... die Schuhe müssen erst mal trocknen. Das kann dauern !“ Chemacella hat eine Idee: „Dann nimm doch die kleinen Silicagel Päckchen aus den Elektronik- und Schuhverpackungen. Damit sind deine Schuhe ruck zuck trocken.“ Die Herstellung von Silicagel war die erste Aufgabe, die die Teilnehmer des Wettbewerbs „Chemie im Alltag“, der vom Landesinstitut für Schulentwicklung veranstaltet wird, zu lösen hatten. Mit Wasserglas aus der Apotheke und Speiseessig aus der Küche, ist dies möglich. Danach musste der entstandene Stoff stundenlang an der Luft und im Backofen getrocknet werden. Mit Hilfe eines selbst erdachten Versuchsaufbaus sollte nun überprüft werden, wie viel Wasser dieses Silicagel um Laufe von mehreren Tagen aus der Luft aufnehmen kann. Die Messwerte waren in geeigneten Diagrammen graphisch darzustellen. In einem weiteren Experiment musste je ein Basilikumblatt in zwei durchsichtige Marmeladegläser gelegt werden - eines davon mit dem getrockneten Silicagel umhüllt. Der Unterschied nach einigen Tagen war zu dokumentieren. Weiter sollte ein Stück Eierschale mit Wasserglas bepinselt, getrocknet und anschließend in Essigsäure-Lösung gelegt werden. Als Vergleich diente ein Stück unbehandelte Eierschale. In ein Gemisch aus Wasserglas und Wasser sollten nun verschiedenartige kleine Salzkristalle geworfen werden. Beim Beobachten konnte man sehen, dass die Kristalle zu „wachsen“ beginnen. Bizarre Fäden, Schläuche und Ausstülpungen in verschiedenen Farben waren zu sehen. Ein Foto des „Mineralischen Gartens“ war beizulegen. Ab Klasse 8 mussten die Schüler eine zerbrochene Tasse an den Bruchstücken mit Wasserglas einpinseln und sie wieder zusammen kleben. Es war zu überlegen, welche technischen Bedeutungen Wasserglas in den vorausgegangenen Experimenten haben könnte. Schüler ab Klasse 10 sollten sich mit den chemischen Hintergründen der Versuche genauer beschäftigen. Verlangt waren Reaktionsgleichungen, Strukturformeln und Recherchen zum Namen „Wasserglas“ und zu gefährlichen Inhaltsstoffen in Silicagel-Säckchen. Sechs Schülerinnen und Schüler haben sehr gelungene Arbeiten eingesandt und wurden dafür mit einer Urkunde ausgezeichnet, die ihnen von Herrn Hohloch überreicht wurde. Es sind dies: Monja Schmid, Matthias Gürtler, Carolin Aigner, Britta Hildenbrand (alle Klasse 8); Sandra Lermer und Julia Nonnast (Klasse 11). Da alle Schüler bereits zum zweiten Mal in diesem Schuljahr im Wettbewerb erfolgreich sind, werden sie zur Verleihung des Jahrespreises im Oktober nach Heidelberg eingeladen.