Aktion zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Jedes Jahr am 27. Januar wird in Deutschland der Tag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus begangen. Da das Burg-Gymnasium sowohl UNESCO Schule als auch "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist, hat sich die SMV für diesen Tag eine besondere Pausenaktion einfallen lassen.
In zwei nebeneinanderliegenden Räumen wurden zwei Gesellschaften dargestellt: im ersten Raum standen Schüler mit dem Gesicht zur Wand, keiner durfte reden, lachen oder essen. Zudem sorgte dort ein "Aufseher" (besonderen Dank an Richard Kurz, J2) für Ordnung, indem er auch die durchlaufenden Schüler anwies, nicht zu reden, sondern zügig weiterzulaufen. Dieser Raum sollte zeigen, wie es sich anfühlt, wenn in einer Gesellschaft weggesehen, ausgegrenzt und über die Maßen reguliert wird.
Die Situation wurde von den meisten Teilnehmern als beklemmend empfunden, viele fanden besonders das Verhalten des Aufsehers sehr unangenehm. Obwohl den Schülern der Hintergrund der Aktion noch nicht bekannt war, sagten einige sogar, sie seien sich vorgekommen wie in einem KZ.
Im zweiten Raum wurden die Schüler herzlich empfangen, begrüßt, an der Hand genommen, man unterhielt sich und einige bekamen sogar nette Komplimente. Dieser Raum symbolisierte eine Gesellschaft, in der hingesehen, freundlich miteinander umgegangen und Unterschiedlichkeit angenommen und geschätzt wird.
Auf Plakaten konnten die Schüler anschließend ihre Eindrücke festhalten, und es wurde klar, dass die allermeisten die Botschaft der Aktion verstanden hatten:
Wir am Burg-Gymnasium engagieren uns für eine offene Gesellschaft und kämpfen für die Werte der Demokratie!