Geschichtsausflug Klasse 8 zur Ott-Pauserschen Fabrik nach Schwäbisch Gmünd

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Industrielle Revolution hautnah
Am Freitag, den 23. Februar 2018 ist die Biliklasse, bestehend aus 8c und 8d, mit dem Zug nach Schwäbisch Gmünd gefahren. Dort haben wir das Ott-Pausersche-Silberwarenmuseum mit unseren Lehrern Frau Kammermeyer und Herrn Wagner besucht.
Das Museum ist eine alte Fabrik, die noch fast in ihrem Originalzustand zu sehen ist.
Eine Mitarbeiterin des Museums hat uns erklärt, dass es damals das „Arbeitsschutzgesetz“ noch nicht gab. Deshalb kam es häufig beim Arbeiten zu Verletzungen. So zum Beispiel an den Fingerkuppen, die manchmal auch ganz „gekürzt“ wurden. Das geschah bei Unachtsamkeit, wenn schwere Gewichte darauf fielen, die beim Formen von Metall notwendig waren.

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Heutzutage wäre alles doppelt und dreifach gesichert, aber damals war es einfach nur wichtig, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu produzieren. Auch konnten sich z.B. lange Haare um Zahnräder wickeln, was äußerst schmerzhaft war. Und man konnte Maschinen auch nicht einfach per Notschalter von jetzt auf gleich ausschalten, da die Technik noch nicht so ausgereift war.
Auch Gold- und Silberschmiede mussten ebenfalls hart schuften. Dabei könnte man sich ja denken, dass der eine nur mit Gold und der andere nur mit Silber arbeitet. Doch so war es nicht: Goldschmiede stellen Schmuck, wie Ketten, Ringe oder Broschen her und Silberschmiede Alltagsgegenstände wie Kronleuchter, Krüge oder Teller. Das entscheidende war also nicht der unterschiedliche Wertstoff, sondern die Produkte, die daraus hergestellt wurden.
Ein elektrisches Licht gab es damals auch noch nicht, sodass die Arbeiter eine sogenannte „Schusterlampe“ nutzten, um auch noch abends, wenn es dunkel war, arbeiten zu können. Sie erfanden viele Dinge, um besser oder länger arbeiten zu können. So zum Beispiel auch ein Art „Auffangnetz“, sodass beim Schleifen und Feilen das feine Pulver der wertvollen Stoffe, wie Gold, Silber oder Kupfer nicht verloren ging.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass die Arbeit, aber auch das komplette Leben der Menschen in der Industriellen Revolution sehr hart, anstrengend und gefährlich war. Wir können also froh sein, dass es heutzutage Dinge wie das „Arbeitsschutzgesetz“ und eine maximale Arbeitszeit von zehn Stunden pro Tag gibt.
Hannah Schütt und Marie Hoppe