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Schülerinnen und Schüler des Burg-Gymnasiums gestalteten zwei Stolpersteinverlegungen in Haubersbronn und Schorndorf mit. Zwei Abiturienten trugen bewegende Texte zum Erinnern und zur Menschenwürde vor, eine Achtklässlerin umrahmte die Gedenkveranstaltungen musikalisch mit ihrem Cellospiel. So setzte die Schulgemeinschaft ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen.

Am 9. Juni beteiligte sich das Burg-Gynasium Schorndorf an zwei Stolpersteinverlegungen zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. In Haubersbronn wurde ein Stolperstein für Karl Dannenhauer, in Schorndorf einer für Marie Eisenbraun verlegt. Beide wurden 1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck ermordet. Die Gedenkveranstaltungen wurden von der Stadt Schorndorf gemeinsam mit den NaturFreunden Schorndorf organisiert.
Schülerinnen und Schüler des Burg-Gymnasiums gestalteten die beiden Veranstaltungen aktiv mit und setzten eindrucksvolle Zeichen gegen das Vergessen. Zwei Abiturienten trugen selbst verfasste Gedanken vor, die sich mit der Bedeutung des Erinnerns und der Würde jedes einzelnen Menschen auseinandersetzten. Ausgangspunkt ihrer Beiträge waren literarische Texte, die sie mit persönlichen Reflexionen verbanden. Dabei machten sie deutlich, dass Erinnerung nicht nur den Opfern gilt, sondern auch uns heute in die Verantwortung nimmt.
Im Mittelpunkt der ersten Gedenkfeier stand Karl Dannenhauer. In ihrem Beitrag betonte Svea Haas, dass Erinnern oft schmerzhaft sei, gerade deshalb aber notwendig bleibe. Stolpersteine seien ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und erinnerten daran, dass hinter jedem Namen ein einzigartiges Leben stehe. Sie schloss mt dem eindringlichen Appell: „Nie wieder.“

Bei der Verlegung des Stolpersteins für Marie Eisenbraun setzte sich Claudius Eckstein mit der Bedeutung von Namen auseinander. Er machte deutlich, dass jeder Name für einen Menschen mit einer eigenen Geschichte steht und dass die Nationalsozialisten ihren Opfern diese Würde durch Entmenschlichung und systematische Ermordung nehmen wollten. Stolpersteine geben den Opfern ihren Namen und damit ein Stück ihrer Würde zurück.

Musikalisch wurden die GedenkfeiernEmma Schurr aus der Klassenstufe 8 begleitet, die mit ihrem Cellospiel einen würdevollen Rahmen schuf und den Momenten des Innehaltens besondere Tiefe verlieh.
Die Mitwirkung an den Stolpersteinverlegungen zeigt, wie historisches Lernen über den Unterricht hinaus wirken kann. Indem sich junge Menschen mit den Schicksalen der Opfer auseinandersetzen und ihre Gedanken öffentlich teilen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Das Burg-Gymnasium versteht diese Verantwortung als Teil seines Bildungsauftrags: Geschichte lebendig zu halten, Menschlichkeit zu stärken und jeder Form von Ausgrenzung und Menschenverachtung entschieden entgegenzutreten.
Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Herrn Wolfgang Kuhnle zur Verfügung gestellt.

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