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Kollaborative Kunstwerke im Rahmen des UNESCO-Projekttags

  • Dienstag, 28. Juli 2026
  • Heike Kopp und 9cd, Michael Oelschlegel

Zugehörige Gruppen

  • UNESCO

Im Rahmen des UNESCO-Projekttags entstanden mit zwei unterschiedlichen Schülergruppen zwei besondere Kunstwerke. Besonders hervorzuheben ist dabei der kollaborative Ansatz, der das Projekttagsthema „Grenzen überwinden“ auf eindrucksvolle Weise aufgreift und sichtbar macht.

Kollaborative Kunstwerke im Rahmen des UNESCO-Projekttags

UNESCO-Projekt-Tag Sommer 2026
Thema: Grenzen überwinden


Wie ein 9-Meter-Gemeinschaftskunstwerk entsteht

Am Anfang gab es „nur“ eine 9 Meter weiße Papierrolle und ein paar Abmachungen.

Wir haben zuerst etwas getan, das uns sehr vertraut ist: Wir haben Grenzen gezogen. Jede Schülerin, jeder Schüler hat sich auf diesem langen Papier einen eigenen Bereich markiert. Das ist meins. Das kennen wir und tun es ständig, aktuell noch im Kleinen im Klassenzimmer vielleicht auch außerhalb der Schule; später vielleicht auch in größeren Bereichen: Mein Zuhause und mein Garten…Zaun drum rum, mein Land…Grenzen errichten….

Davor hatten wir uns auf EIN Thema geeinigt. Das Motiv des Dschungels. Das ist ein Raum, der niemandem gehört und deshalb uns allen.

Nach den ersten zwanzig Minuten konzentriertem Malen haben wir unsere Grenzen verlassen. Das war ein spannender Moment. Denn da stellte sich eine konkrete Frage: Wie gehe ich mit etwas um, das nicht von mir stammt? Kann ich es respektieren und weiterführen ohne es zu zerstören? Wer an einem fremden Bildteil weiterarbeitet, übernimmt Verantwortung für etwas, das er/sie nicht angefangen hat. Also bestand nun die nächste Aufgabe darin an einem ganz anderen Bildteil zu arbeiten, neben neuen NachbarInnen, die wir in der ersten Runde so nicht neben uns hatten. Im weiteren Verlauf wechselten wir noch etliche Mal weiter und jedes Mal war die Herausforderung wieder neu: Ich muss mich auf ein neues Bildteil, neue Menschen rechts und links einlassen. Wir wurden mit jedem Wechseln besser darin!

Das ist genau das, womit sich die UNESCO beschäftigt: Wie leben Menschen zusammen, die unterschiedlich denken, unterschiedlich aussehen, unterschiedliche Geschichten mitbringen? Wie arbeiten Gesellschaften an gemeinsamen Problemen, obwohl sie durch Grenzen getrennt sind? Denn die Welt, in der wir leben, zieht gerade sehr viele Grenzen, zwischen Nationen und zwischen Menschen, zwischen denen, die dazugehören sollen und denen, die es angeblich nicht tun. Und gleichzeitig stehen wir vor Aufgaben, die keine einzige Grenze respektieren: der Klimawandel, Flucht und Vertreibung, soziale Ungerechtigkeit, Krieg.

Unser Kunstwerk liefert nun auf anschauliche Weise den Beweis, dass Grenzen nicht nur geschützt werden müssen, damit etwas gelingt, sondern dass das bewusste Überwinden von Grenzen eine Gemeinschaft voranbringen kann. Dies haben wir in mehreren Schulstunden praktiziert. Wir haben im Kleinen eine Grenze gezogen und sie im gemeinschaftlichen Malen überwunden und wir haben nicht gefragt: Wem gehört dieses Bild? Wir haben gefragt: Was braucht dieses Bild jetzt?

Heike Kopp mit der Französischgruppe Klasse 9 c/d


Dschungelbild


Unterwasserbild

Video des Dschungelbildes:

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