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UNESCO-Projekttag GRENZEN ÜBERWINDEN

  • Dienstag, 28. Juli 2026
  • Michael Oelschlegel

Zugehörige Gruppen

  • UNESCO

Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ setzte sich unsere Schulgemeinschaft beim diesjährigen UNESCO-Projekttag kreativ und engagiert mit den vielfältigen Herausforderungen des Miteinanders auseinander. In Rollenspielen, kreativen Projekten und gemeinsamen Aktionen entstanden eindrucksvolle Beiträge, die zeigten: Mit Mut, Empathie und Zusammenhalt lassen sich Grenzen überwinden – eine Botschaft, die mit den entstandenen Mutmacher-Sprüchen weit über den Projekttag hinaus wirkt.

UNESCO-Projekttag GRENZEN ÜBERWINDEN

UNESCO-Projekttag 2026: Gemeinsam Grenzen überwinden


Am 27. Juli stand unsere Schule ganz im Zeichen des UNESCO-Projekttags zum Jahresthema „Grenzen überwinden“. Ziel des Tages war es, die vielfältigen Grenzen sichtbar zu machen, denen Menschen im Schulalltag und darüber hinaus begegnen – und gemeinsam Wege zu entwickeln, diese zu überwinden. Dabei rückten Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile, körperliche und psychische Belastungen, Sprachbarrieren sowie soziale Ungleichheit in den Mittelpunkt. 



Der Projekttag begann mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Sporthalle. In einem Rollenspiel schlüpften Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche fiktive Lebenssituationen. Durch gezielte Fragen wurde deutlich, dass nicht alle Menschen die gleichen Voraussetzungen haben und dass manche mit deutlich größeren Hindernissen und Benachteiligungen konfrontiert sind als andere. Das Spiel machte eindrucksvoll sichtbar, wie unterschiedlich Startbedingungen sein können und welche „unsichtbaren Grenzen“ viele Menschen täglich erleben. 

Im Anschluss setzten sich die Klassen im Klassenzimmer mit ihren Eindrücken auseinander. Auf roten „Mauerziegeln“ hielten die Schülerinnen und Schüler Grenzen fest, die sie selbst erlebt, beobachtet oder bewusst wahrgenommen hatten. Die einzelnen Ziegel wurden auf großen Kartons zu einer symbolischen Mauer zusammengefügt, die die vielen sichtbaren und unsichtbaren Grenzen unseres Alltags eindrucksvoll veranschaulichte. Ob persönliche Erfahrungen, allgemeine Beobachtungen oder fiktive Beispiele – alle Beiträge fanden ihren Platz. Dabei entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der jede und jeder selbst entscheiden konnte, ob die eigenen Gedanken geteilt oder anonym eingebracht werden sollten.


Im weiteren Verlauf des Vormittags stand die Frage im Mittelpunkt, wie solche Grenzen überwunden werden können. Die Klassen entwickelten hierzu in Kleingruppen kreative Beiträge in ganz unterschiedlichen Formen. Es entstanden Theaterszenen, Kurzgeschichten, Gedichte, Briefe, Rap-Texte, Podcasts, Comics, Collagen, Kurzfilme und weitere kreative Produkte. Andere Klassen entschieden sich für Aktionen außerhalb des Klassenzimmers und setzten sich beispielsweise durch soziale oder sportliche Aktivitäten praktisch mit dem Thema auseinander. Alle Projekte verband die gemeinsame Botschaft, dass Mut, Zusammenhalt, Empathie und gegenseitige Unterstützung entscheidende Voraussetzungen sind, um Grenzen abzubauen. 

Rap einer Schülerin

Nach der Präsentation der Ergebnisse reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass viele der erarbeiteten Lösungsansätze Hoffnung machten und zeigten, dass Veränderungen möglich sind, wenn Menschen füreinander einstehen. Den Abschluss der Arbeitsphase bildeten sogenannte „Mutmacher-Sprüche“. Auf grünen Karten formulierten die Schülerinnen und Schüler persönliche Gedanken, motivierende Botschaften oder konkrete Tipps, wie schwierige Situationen bewältigt werden können. Diese positiven Botschaften sollten den zuvor entstandenen Mauern bewusst etwas Hoffnungsvolles entgegensetzen. 



Den Abschluss des Projekttages bildete eine gemeinsame Veranstaltung in der Sporthalle. Dabei wurde die zuvor errichtete symbolische Mauer auf eindrucksvolle Weise überwunden: Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungskurses sprangen mit einem Minitrampolin spektakulär und artistisch über das Hindernis und machten damit sichtbar, dass Grenzen mit Mut, Einsatz und Zusammenhalt überwunden werden können. Anschließend wurde die Mauer gemeinsam eingerissen – ein kraftvolles Symbol dafür, dass Hindernisse zwar existieren, aber nicht unüberwindbar sind. Die Abschlussaktion verdeutlichte eindrucksvoll, dass gegenseitige Unterstützung, Verständnis und gemeinsames Handeln entscheidende Voraussetzungen dafür sind, Grenzen abzubauen und Veränderungen anzustoßen.


Der UNESCO-Projekttag machte eindrucksvoll deutlich, dass „Grenzen überwinden“ weit mehr bedeutet als das Beseitigen äußerer Hindernisse. Es geht ebenso darum, Vorurteile abzubauen, Perspektiven zu wechseln und Verantwortung für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander zu übernehmen. Die zahlreichen kreativen Beiträge und das große Engagement aller Beteiligten zeigten, wie intensiv sich unsere Schulgemeinschaft mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt hat. Ein nachhaltiges Zeichen setzen dabei auch die im Laufe des Projekttages entstandenen Mutmacher-Sprüche: Sie werden zunächst bei der Einschulung unserer sechs neuen fünften Klassen am ersten Schultag sichtbar sein und den neuen Schülerinnen und Schülern am darauffolgenden Tag als persönlicher Mutmacher für das neue Schuljahr mit auf den Weg gegeben werden. So wirken die Botschaften des Projekttages über diesen besonderen Tag hinaus und erinnern daran, dass Offenheit, Solidarität und Zusammenhalt die wichtigsten Voraussetzungen sind, um Grenzen gemeinsam zu überwinden.

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