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Hotel Silber – ein Roman, der beweist, dass man Geschichte alles andere als langweilig aufarbeiten kann. Bei einer Lesung an unserer Schule nahm uns Autor Kai Bliesener nicht nur mit in die Welt seines Romans „Hotel Silber“, sondern auch hinter die Kulissen des Schreibens, indem er seine Inspiration und Schreibtechnik präsentierte.

Hotel Silber – ein Roman, der beweist, dass man Geschichte alles andere als langweilig aufarbeiten kann. Bei einer Lesung an unserer Schule nahm uns Autor Kai Bliesener nicht nur mit in die Welt seines Romans „Hotel Silber“, sondern auch hinter die Kulissen des Schreibens, indem er seine Inspiration und Schreibtechnik präsentierte.
Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Stuttgart: Ausgerechnet in dem Gebäude, das für ihn zum Inbegriff von Angst und Erniedrigung wurde, soll der Polizist Paul Kramer beim Aufbau einer neuen Ermittlungsbehörde mitwirken. Kurz zuvor war er dort den Schergen des Regimes ausgeliefert – nun soll hier ein Neuanfang gelingen. Doch der politische Zusammenbruch hat die Gesinnungen vieler Menschen nicht verändert. Zwischen Trümmern und Aufbruchsstimmung wirken alte Seilschaften weiter, Misstrauen liegt in der Luft. Als erste Straftaten aufgeklärt werden müssen, zeigt sich, wie brüchig der Neubeginn tatsächlich ist. Für Paul wird die Suche nach Wahrheit zu einem persönlichen Wagnis – und die Vergangenheit droht ihn erneut einzuholen.
Der Autor schaffte es, diesen ernsten, historischen Stoff, lebendig und überraschend spannend zu gestalten und uns ins Jahr 1945 zu versetzen – und das ganz ohne Zeitmaschine. Bliesener zeigt den Lesern die regionalen Spuren der Geschichte, in dem er über ein altes Gebäude Stuttgarts berichtet.
Aber ist das wirklich alles so passiert? Nun ja ... fast. Kai Bliesener ließ sich von echten Menschen der Vergangenheit inspirieren und erzählte Ereignisse spannend und emotional, wie sie sich zugetragen hätten können, denn wie sagte schon Erich Kästner: „Ob wirklich passiert oder nicht, das ist egal. Hauptsache, die Geschichte ist wahr. Wahr ist eine Geschichte dann, wenn sie genauso, wie sie berichtet wird, wirklich hätte passieren können.“
Dieses wichtige Gesetz der Kunst hat der Autor begriffen und kreativ umgesetzt. Er erzählt von dem im Geschichtsunterricht relevanten Thema Nationalsozialismus und schafft es auch dem weniger geschichtlich informierten Publikum nahe zu bringen. Ein Buch, das unbequem ist, aber genau deshalb wichtig.
Doch nicht nur die Geschichte, sondern auch die Lesung im BG war kreativ gestaltet, zum Beispiel mit einer begleiteten Präsentation mit Bildern, die die Vorstellungskraft unterstützten. Eine interaktive Aufgabe gab einen weiteren Anstoß zum Nachdenken.
Fazit: Hotel Silber ist ein Roman, der uns gezeigt hat, dass wegsehen keine Option ist. Weder damals noch heute. Eine Geschichte zum Mitnehmen. Ganz ohne Koffer. Am Ende blieben vor allem: viele Gedanken im Kopf und ein Buch mehr auf der Leseliste.
Anastasia Knappenberger, 9d

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